Kieler Woche 05. April 2018

Die Kieler Woche steht vor der Tür

Die Kieler Woche

In der letzten vollen Juniwoche begrüßt die Landeshauptstadt jedes Jahr rund drei Millionen Besucher aus über 70 Nationen zum größten Sommerfest in Nordeuropa. Auf dem Wasser kämpfen über 4.000 aktive Profi-Segler auf mehr als 2.000 Booten um den Sieg. Offiziell wird die Kieler Woche am Samstag mit dem Anschlagen einer Schiffsglocke (Glasen) und dem Holstenbummel eröffnet. Inoffiziell beginnt sie jedoch schon am Freitag mit dem Soundcheck auf zahlreichen Bühnen, auf denen während der gesamten Festtage lokale Gruppen bis hin zu weltweit bekannten Bands und Comedians auftreten. Neun Tage später endet das Spektakel am Sonntag um 23.00 Uhr mit einem 20-minütigen Feuerwerk über der Innenförde.

Wie alles begann

1882 das erste Mal als Segel-Wettfahrt von Marineoffizieren auf 20 Yachten ausgetragen, war die Kieler Woche zunächst ein eher städtisches Großereignis. Durch ihre wachsende Beliebtheit wurde sie in den Folgejahren nicht nur mehrtägig und internationaler, sondern 1889 mit dem Besuch von Wilhelm II sogar kaiserlich. Selbst segelbegeistert, gehörte der Kaiser zu ihren größten Förderern und war regelmäßig zu Gast in Kiel. Der Begriff ‚Kieler Woche‘ wurde erst 1894 durch einen Zeitungsartikel geprägt.

 

 

Mittendrin statt nur an Land

Zugegeben, das Wetter ist oft mies, die Innenstadt ist mit dem Auto nicht mehr passierbar und einsame Strandspaziergänge sind auch nicht möglich. Aber hey, das ist die Kieler Woche! Egal, wie das Wetter ist und wie viel Trubel und Chaos herrscht - es ist ein Ausnahmezustand, den man genießen sollte!

Und wem es an Land dann doch zu voll ist, sollte mal einen Abstecher auf See probieren. Und die Kieler Woche auf dem Wasser erleben. Zwischen Hunderten von Schiffen. Es ist selbst für Kieler spannend, wie das Hindenburgufer - Pardon: die Kiellinie - von der Wasserseite aussieht.